BILDschön

22. Mai 2007 - 2:11 (549) Uhr

Es gibt Bilder, die sind so schön, dass es echt wehtut, dass der Spiegel-Verlag es manchmal ernst nimmt mit seinen Urheberrechten. Und auch Nachrichtenagenturen. Dieses zum Beispiel.

Und wenn man dann liest, eine R-Klasse sei kein Luxusauto, dann, ja dann wundert einen gar nichts mehr.

Verwandte Beiträge:

Kommentieren » | Hamburch, Rest der Welt, Sachen, Woanders

Schäuble’scher Appendix

18. April 2007 - 3:14 (593) Uhr

Aus aktuellem Anlass möchte ich nochmal auf den grandiosen Herrn Knüwer hinweisen, der noch die eine oder andere Beobachtung zu unseren Entscheidern zum Besten gibt.

Und, natürlich, wie konnte ich das nur vergessen:

Stasi 2.0
Stasi 2.0 - wo wir gerade von deutschen Diktaturen sprachen.

Diese wunderbare Schablone liegt schon seit ein paar Tagen (gestern?) bei mir herum und langweilt sich in meinen Mr. Wong-Lesezeichen. Jetzt passt sie aber und dass ich sie eben vergessen habe, ist beinahe schon unverzeihlich ;) Im Original stammt sie von dataloo, Dirk ist aber so groß, das Motiv per CC-Lizenz weiterzugeben. Die PDF bekommt ihr daher auch hier.

Verwandte Beiträge:

3 Kommentare » | Dinge, Dreck, Ich sach mal, Schlimm, Schäublismen, Vernetzt

Liebe (böse) Terroristen,

18. April 2007 - 2:30 (563) Uhr

jetzt müsst ihr mir doch mal verraten, wo euer Trick liegt. Ihr alten Freiheitsfeinde müsst nämlich einen haben, anders kann ich mir das langsam nicht mehr erklären. Denn wie sonst solltet ihr einen der euren als euren angeblichen obersten Gegner hier im Lande installiert haben? Wie schafft man das, so einfach den Bock zum Gärtner, den Rollstuhl-Osama zum Innenminister zu machen?

Da geistert einer durch die Medien und meint Dinge, für die andere vielleicht ins Gefängnis kämen, zumindest aber in alle Arten von Terrorkarteien und internationalen No-Fly-Listen:

Schäuble spricht im neuen stern davon, dass der Grundsatz der Unschuldsvermutung im Kampf gegen terroristische Gefahren nicht gelten könne. “Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch.”

Aus dem stern

…und ihr tut so, als hättet ihr damit nichts zu tun. Bitte, liebe (böse) Terroristen: Verkauft mich nicht für dumm. Verratet den Trick! Euer Carsten

Wolfgang Schäuble
An vorderster Stelle, wenn es um Terror geht: Wolfgang Schäuble

Nun zu Ihnen, Herr Schäuble! Wenn ich sowas lese, bekomme ich Schnappatmung. Diese Unschuldsvermutung, von Sie guter Mann da Ausnahmen machen wollen, ist nicht irgendeine Lappalie. Sie ist eines der fundamentalsten Prinzipien der Demokratie. Und daran sägen Sie - auch wenn Sie es nicht hören wollen:

Scharf ging Schäuble mit Kritikern ins Gericht, die Pläne zu Grundgesetzänderungen als Anschlag auf die Verfassung bezeichneten. “Das ist eine unakzeptable Diffamierung”, sagte Schäuble. Er, Schäuble, achte die Verfassung. “Wer Gegenteiliges behauptet, betreibt ein infames Spiel mit mir.”

Aus dem stern

Falsch, ganz falsch, lieber Herr Schäuble: Wer sowas behauptet, treibt ein infames Spiel mit Deutschland. Wer solche wirren Paranoia dann noch aus einer so privilegierten Lage in unser Grundgesetz zu packen versucht, der treibt ein infames Spiel mit der ganzen Welt. Denn wir hier in Deutschland wissen es besser. Zwei der schlimmsten Diktaturen haben wir hier miterlebt, ich im größtenteils im Geschichtsunterricht, Sie sogar noch aus eigener Anschauung. Beide haben der Welt nichts Gutes gebracht. Das ist die Richtung, die Sie einschlagen. Und ich bin mir sicher, dass Sie das wissen.

Daher fällt mir zu Ihnen nur eines ein: Beim zweiten Mal hat man immer mehr Glück. (zweimal Danke)

Verwandte Beiträge:

2 Kommentare » | Dreck, Ich sach mal, Schäublismen, Senf

In Kanada hat man Terrorismus verstanden

1. März 2007 - 3:27 (143) Uhr
Cleverer Kanadier
Clevere Kanadier: Nicht nur den Trick mit den Ahornsamen, auch den mit dem Terror haben sie raus (Bildnachweis)

Ist ja schwer politisch hier in letzter Zeit.. Bleiben wir dabei! Im Kanadischen Parlament stand gerade eine Erneuerung der Anti-Terror-Gesetzgebung (slashdot verglich das Gesetzesvorhaben mit dem US-Amerikanischen Patriot Act, hier wäre es also in etwa der Otto-Katalog) zur Abstimmung. Sie wurde abgelehnt. Das ist großartig, ebenso wie die Begründung.

Die Gesetze seien irrelevant, noch nicht zur Anwendung gekommen und auch nicht nötig, um Terrorpläne aufzudecken, so die liberale Partei.

Endlich mal jemand, der das verstanden hat. Wenn Polizei und Geheimdienste im Rahmen ihrer rechtsstaatlichen Möglichkeiten gut und gewissenhaft arbeiten, lassen sich Terroranschläge verhindern. Verlassen sie jedoch diese rechtsstaatlichen Möglichkeiten, ist das gar nicht mehr nötig. Die Terroristen haben dann gewonnen. Irgendwer warf mal eine Frage in den Raum: “Wie kann es sein, dass die Regierungen demokratischer Staaten auf Bedrohungen der Demokratie reflexhaft damit reagieren, diese Demokratie abzubauen?” Gute Frage, finde ich. Wenn jemand die Antwort kennt: Her damit! Bis dahin werde ich solches Verhalten weiter schlicht als töricht betrachten.

(Bild von Gilles Gonthier unter einer CC-Lizenz)

Verwandte Beiträge:

Kommentieren » | Ich sach mal, Woanders