Lang und gerade

8. September 2008 - 3:59 (124) Uhr

Wenn ich in fremden Ländern mit dem Auto unterwegs bin, endet das immer in einer Katastrophe. Eine lettische erwähnte ich hier schonmal (der darin versprochene Samstag schlummert allerdings noch unvollendet in den Entwürfen). Außerdem wären da noch blutverschmierte Polizisten um ein Uhr nachts, Blitzertickets aus Amsterdem, eine zigstündige Odyssee durch Paris oder eine 700$-Rechnung aus New York - allesamt faszinierende Geschichten, die ich bei einem Bier nur zu gern erzähle. Und allesamt Beleg für die eingangs aufgestellte These. Der jetzt der schwarze Schwan des induktiven Vorgehens begegnet ist:

Eine völlig ereignislose Ausfahrt. Unter schlimmsten Voraussetzungen: Ein amerikanischer Mietwagen, nur Frauen zum Navigieren und ein so weites Land, dass nach Adam Riese eine mindestens zweieinhalbjährige Irrfahrt durch das Nirgendwo fällig gewesen wäre. Passiert ist nichts. Eine lange Fahrt auf unfassbar geraden (siehe Karte) Straßen mit selten mehr als 100km/h. Ein Besuch im historischen Mennoniten-Dorf. Ein Fußbad im Lake Falcon. Nichts, aber auch gar nichts, was eine gute Kneipenkonversationsgeschichte hergibt.

Außer… ja, außer man schmückt die paar Meter innerhalb der Stadt kräftig aus, in denen das Auto mit sieben Personen besetzt war. Aber auch da hat die Polizei den Wagen neben unserem angehalten. Langweilig.

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Ban Ki Moon @ NMUN 08

30. März 2008 - 12:50 (035) Uhr

Wie angekündigt war Carsten in New York bei der 2008er NMUN. Und Ban Ki Moon, seines Zeichens UN-Generalsekretär, hat zu ihm gesprochen. Und zu den 2100 anderen Studenten, die daran teilgenommen haben. Und das hat er gesagt:

 
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New York

26. März 2008 - 4:43 (697) Uhr

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Titelfragen

12. Januar 2008 - 2:48 (117) Uhr

Extensive Studien haben ergeben, dass der Titel dieses Blogs derzeit zuviel verspricht - This city wont kill me. Diese Stadt hat gar nicht die Eier dazu, noch viel weniger die Verve, den Elan oder die Abgebrühtheit. Das soll gar nicht heißen, dass ich Duisburg nicht mag - ich habe es mittlerweile zu akzeptieren gelernt. Aber dieses Blog entstand in Riga, und Riga ist eine Schlampe vor dem Herrn. In Riga habe ich mich verliebt, mit Duisburg habe ich mich abgefunden. Von Riga hätte ich mich mit einem Lächeln umbringen lassen und hätte es, sie (denn Schlampen sind weiblich, Riga vorneweg), hier in Duisburg wäre höchstens ein Unfall vorstellbar.

Klaudiite_Latvia_Ostern (18)
Titelgebend bis sinnstiftend: Riga (Bild unter cc-Lizenz)

Lange Rede, kurzer Sinn: Name und Stadt passen nicht zusammen. Eins von beiden muss also weichen. Und den Blognamen zu ändern kommt ja mal gar nicht infrage - immerhin gibts mit dieser Adresse so einen netten “Zeig mir deine Mailadresse und ich sag dir, wer du bist”-Effekt. Außerdem bin ich bekanntlich sentimental. Drum muss also die Stadt weichen, zumindest für zwei Wochen. Und sie macht Platz für eine der ganz wenigen, die es mit der Königin des Baltikums aufnehmen können: New York. In nicht allzu ferner Zukunft hier.

Und ich gehe jetzt mit dem stolzen Gefühl zu Bett, in einem Beitrag nicht nur Riga eine weitere schnulzige Liebeserklärung gemacht zu haben, sondern auch vor der ganzen Welt mit meinem unbedeutenden Ausflug angegeben zu haben. Yay.

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