Lose verlegt

21. Januar 2007 - 6:58 (790) Uhr

Der Berliner Hauptbahnhof im Sommer
Teuer: Eine Milliarde Euro für lose verlegte Balken.
Ist es eigentlich normal, dass beim Bau milliardenteurer Gebäude tonnenschwere Fassadenteile lose verlegt werden oder muss man dazu den Menschen vom Bauamt sehr oft und teuer zum Essen einladen?

Und muss man sich dann noch wundern, das sowas beim erstbesten Windstoß runterfällt?

Vor allem aber: Wollte ich nicht mit der Wetterbloggerei aufhören?

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Sturmschaden (2)

19. Januar 2007 - 6:23 (766) Uhr

Schäden an einem Werbeschild vor dem Hauptbahnhof
Vor dem Hauptbahnhof: Das Dach der nervigen Werbetafel hats erwischt.
Hab mich wohl ein bisschen verschätzt in dem Sturm gestern: Kräftige Verwüstungen hat er abgerichtet, war im wahrsten Sinne atemberaubend und bestätigte wohl alle Befürchtungen - jedenfalls saßen als ich von der Uni kam noch Leute auf dem Hauptbahnhof fest und alle Anzeigen standen auf “Bitte Ansage beachten!”.

Aber hier? Gut, den Stromausfall gabs und als ich für das Foto das Fenster aufgemacht hab, hat eine Bö ein paar Teelichter ausgepustet. Das wars aber auch. Die Bäume am Hinterhof stehen alle noch und haben auch noch alle Äste, die Horrorgeschichten von dauerndem Sirenengeheul kann ich auch nicht bestätigen - sowas hab ich gar nicht gehört. Es wurde mir nur zu laut, das Fenster auf Kipp zu haben, während ich mir V wie Vendetta auf DVD ansah, weil der Film so unfassbar leise war, dass ich die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen musste, um überhaupt etwas zu hören. Also insgesamt eher unspektakulär.

Bruchholz: Im Park hat es tatsächlich ein paar morsche Äste runtergeholt.
Morsch: Einer von ca. drei heruntergefallenen Ästen im Lahmbruckmuseumspark
Um die Lage in Restduisburg, bzw. Neudorf, beurteilen zu können bin ich dann zu Fuß von der Uni heimgegangen. Und sieh da: Es gibt doch Schäden! Das Zeltdach der nervigen Werbetafel vor dem Hauptbahnhof hats zerrissen, das Großdisplay davon aber nicht. Beinahe schade. Und ein paar Äste sind auch noch runtergekommen, zumindest im Park am Lehmbruck-Museum. Sahen alle ziemlich morsch aus, also auch nichts sehr spezielles. Am spannendsten waren dann noch die Beobachtungen gestern nachmittag an der Uni: Fleißig lerngruppenlernend in der Bibliothek sitzend fiel mir eine Ecke das Flachdaches gegenüber auf, die der Wind hochgeklappt hatte. Ich bin gespannt, ob die noch an Ort und Stelle ist - Wetten wollte darauf aber niemand eingehen. Ihr dürft mich übrigens schelten, dass ich da das Fotografieren vergaß.

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Sturmschäden

18. Januar 2007 - 7:57 (831) Uhr

Alles schwarz: Strom weg am DellplatzWie Sie sehen, sehen Sie nichts. Wie denn auch, es ist ja kein Strom da. Schwaches Bild, denn so schlimm kommts mir immer noch nicht vor. Werde das aber gleich mal verifizieren.

Update (19:58): War draußen, verifizieren. Is’ windig. Und? Sturm schon vorbei?

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Ach ja: Sturmwut

18. Januar 2007 - 6:59 (791) Uhr

Fast hätte ich es vergessen: Kyrill wird wirklich noch verderben über uns bringen. Zu recht: Wäre ich ein Sturm, also so ein richtiger großer, böser Orkan und jemand würde mich mit so einem Namen belegen, dann würde ich dem aber mal zeigen, wozu Luft und Wasser so fähig sind. Ich mein’: Ich wäre schließlich ein Sturm und nicht der metrosexuelle Sohn einer Heilpraktikerin und eines Werbetexters.

Idee von mir selbst geklaut.

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Sturmbloggen

18. Januar 2007 - 5:56 (747) Uhr

Sturm ist angekündigt. Kyrill soll uns alle platt machen, mindestens aber der größte Sturm seit Jahren sein. Und ungefähr seit einer Dreiviertelstunde hier. Der ganze Pott rotiert dementsprechend: Die Straßen sind leer, es geistern Gerüchte von gesperrten Duisburger Brücken über den Campus und, ja, eine Straßenbahn fährt nicht mehr. Unwetterschaden, bevor das Unwetter überhaupt da ist. Draußen ist es jetzt zwar ordentlich böig, aber nicht in einem Maße, dass es ein gestandenes Nordlicht irgendwie erschrecken würde. Bestes Herbstwetter Mitte Januar, sozusagen.

Interessanter als das Wetter sind aber ohnehin die Menschen hier. Der Mann zum Beispiel, der sich unglaublich aufregte, weil die Straßenbahn nach Mülheim nicht mehr fährt - eben der verfrühte Unwetterschaden:

Da ist ein Ast auf die Schienen gefallen und die Bahn fährt nicht mehr! Lächerlich ist das! Früher da haben sie da Bomben draufgeschmissen und wir haben drüber gelacht! Gelacht haben wir! In zehn Minuten war das repariert - höchstens ne Viertelstunde! Die Züge fahren nicht? Das gabs nicht! Damals konnt ja auch jeder was, das waren alles Spezialisten!

Und so weiter. Leider war ich nicht in der Form, dem Mann passende Antworten zu geben - sehr schade; wieder eine Gelegenheit verpasst. Sehr gelacht habe ich trotzdem. Die Pottmenschen sind schon ein ganz eigener Schlag, etwas ganz besonderes. Ich seh übrigens grad, dass der Herr Knüwer ein Sturm-Blog veranstaltet. Das hier darf gern als ein Beitrag dazu verstanden werden.

Update (17:43): Der Wind hat aufgefrischt, vor allem der Regen lohnt sich jetzt. Spiele mit dem Gedanken, mich kurz draußen zu erfrischen, denn: Ein Monstersturm ist das nicht. Aber das Deutsche beim Wetter ohnehin Jammerlappen sind, habe in Lettland gelernt: Von da aus wirkte es ein wenig bizarr, dass in Deutschland wegen etwas Schnee (und viel Pfusch, zugegeben) Hallen einstürzen und großflächig der Strom ausfällt.

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