Carsten 1 : System 0

7. März 2008 - 12:53 (537) Uhr

Mein neues Lieblingswort: Verjährt.

Außerdem noch ein evtl. nützlicher Hinweis für meine geschätzten Mitduisburger: Es gab wohl Computerprobleme in der Bußgeldstelle/ im Ordnungsamt/ in der Stadtverwaltung/ wo auch immer die bösen Zettel nach unfreiwilligen Straßenfotosessions herkommen. Daher sind offenbar eine ganze Menge Bußgeldbescheide verspätet versandt worden, was dann mein obiges Wort in Erscheinung treten lässt. Drum: Wenn ihr jetzt einen bekommt, unbedingt das Datum des Tattages prüfen. Wenn es mehr als drei Monate her ist, stehen eure Chancen nicht schlecht…

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Party ohne

20. Januar 2008 - 3:24 (141) Uhr

Nüchtern feiern geht viel besser, als ich immer dachte. Und wieder hat mir der Job eine Erfahrung beschert, die ich sonst nicht gemacht hätte - auf Partys der Wodka-WG bleibt man nicht nüchtern, vor allem nicht auf der großen Abschiedsparty. Eigentlich.

Nur eine Frage bleibt: Gibt es eigentlich gutes alkoholfreies Bier? Krombacher und Warsteiner sind jedenfalls mehr Malzbier als Bier. Und Malzbier mochte ich noch nie, nicht einmal wenn es Kwass heißt. Aber vielleicht sollte ich mich da alter Erfahrungen bedienen.

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Titelfragen

12. Januar 2008 - 2:48 (117) Uhr

Extensive Studien haben ergeben, dass der Titel dieses Blogs derzeit zuviel verspricht - This city wont kill me. Diese Stadt hat gar nicht die Eier dazu, noch viel weniger die Verve, den Elan oder die Abgebrühtheit. Das soll gar nicht heißen, dass ich Duisburg nicht mag - ich habe es mittlerweile zu akzeptieren gelernt. Aber dieses Blog entstand in Riga, und Riga ist eine Schlampe vor dem Herrn. In Riga habe ich mich verliebt, mit Duisburg habe ich mich abgefunden. Von Riga hätte ich mich mit einem Lächeln umbringen lassen und hätte es, sie (denn Schlampen sind weiblich, Riga vorneweg), hier in Duisburg wäre höchstens ein Unfall vorstellbar.

Klaudiite_Latvia_Ostern (18)
Titelgebend bis sinnstiftend: Riga (Bild unter cc-Lizenz)

Lange Rede, kurzer Sinn: Name und Stadt passen nicht zusammen. Eins von beiden muss also weichen. Und den Blognamen zu ändern kommt ja mal gar nicht infrage - immerhin gibts mit dieser Adresse so einen netten “Zeig mir deine Mailadresse und ich sag dir, wer du bist”-Effekt. Außerdem bin ich bekanntlich sentimental. Drum muss also die Stadt weichen, zumindest für zwei Wochen. Und sie macht Platz für eine der ganz wenigen, die es mit der Königin des Baltikums aufnehmen können: New York. In nicht allzu ferner Zukunft hier.

Und ich gehe jetzt mit dem stolzen Gefühl zu Bett, in einem Beitrag nicht nur Riga eine weitere schnulzige Liebeserklärung gemacht zu haben, sondern auch vor der ganzen Welt mit meinem unbedeutenden Ausflug angegeben zu haben. Yay.

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Duisbloggertreffen am Freitag

30. Oktober 2007 - 3:02 (626) Uhr

Das wird eine Premiere: Ich lerne echte Blogger kennen, so aus Fleisch und Blut und von Angesicht zu Angesicht, statt immer nur von Tastatur zu Tastatur. Am Freitag (02.11.) treffen sich nämlich die Duisburger Blogger, bequemer auch Duisblogger genannt, um 19:30 in der Paulanbotschaft zu Duisburg. Prospero organisiert das Ganze und ich bin mal so frei, alle Interessierten auch an dieser Stelle einzuladen.

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Marxloher Modell

17. Oktober 2007 - 12:37 (984) Uhr

DUISBURG. Imposant ist sie, die Merkez-Moschee, die derzeit in Duisburg-Marxloh entsteht: Eine große Kuppel und ein 34 Meter hohes Minarett prägen das Gebäude, das die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) baut. Leicht lassen sich die orientalischen Verzierungen vorstellen, die den Bau später einmal schmücken sollen. Die Moschee wächst in aller Stille, und das ist das Besondere in Duisburg.

Rheinaufwärts in Köln tobt eine heftige Debatte um den Bau einer Moschee, und auch in Berlin und Frankfurt am Main wird um muslimische Gotteshäuser gerungen. In Duisburg aber wächst alles still und leise. Der Grund: Alle haben im Vorfeld miteinander geredet - Stadt, Anwohner und Kirchengemeinden. So viel Dialog zog zuletzt gar US-Botschafter William R. Timken an, der sich über das Marxloher Modell informieren ließ.

Dabei hat es auch in Duisburg Versuche gegeben, die Ruhe zu stören, vor allem von ganz rechts. “Es gab schon Proteste”, sagt Hartmut Eichholz von der städtischen Entwicklungsgesellschaft Duisburg. “So haben Rechte, also NPD und Freie Kameradschaften, eine große Demonstration veranstaltet.” Auch hätten Anwohner ihre Zweifel gehabt. Eichholz: “Vor kurzem hat der Moschee-Verein das Projekt mit einem Modell auf einem Stadtteilfest gezeigt. Da haben schon einige gesagt ,Das ist doch nicht nötig, ihr habt doch schon genug’.”

Doch sind die Fürsprecher in der Überzahl: Die Stadt stellt das Vorhaben stolz auf ihrer Internetseite vor, und auch Ernst Raunig, Pfarrer an der evangelischen Kreuzeskirche in Marxloh, ist ein Befürworter der Moschee, die sich nach seiner Ansicht deutlich von anderen Moscheebauten hierzulande unterscheidet: “In der Moschee ist eine öffentliche Begegnungsstätte. Ihr Raum bildet quasi die Basis des ganzen Baus und ist wirklich allen zugänglich. Es gibt dort eine garantierte Offenheit”, sagt er und lobt den “guten Dialog”, den man in Marxloh seit 20 Jahren pflege - zwischen Kirche und Muslimen sowie unter den verschiedenen muslimischen Gruppen. “Man hat dort praktische Erfahrungen im Umgang miteinander, darum herrscht gegenseitiges Vertrauen.”

Eine weitere Besonderheit sehen Eichholz und Raunig in der Rolle, die die Frauen spielen: “Entgegen allen Vorurteilen über den Islam waren es vor allem Frauen, die dieses Projekt vorangebracht haben”, so Pfarrer Raunig. Eichholz berichtet etwa von einer Skulptur des Dialogs, die muslimische und christliche Frauen gemeinsam gebaut hätten. “Solche Vorhaben haben den Weg geebnet”, sagt er.

Züfiye Kaykin ist eine dieser Frauen. Die Leiterin der Begegnungsstätte erhielt für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz. Auch sie lobt die gute Kooperation: “Es gab ein Dreiergespann von Muslimen, Stadt und Beirat. Der hat die gesamte Entwicklung begleitet, wodurch viele integriert wurden: Die Stadt genießt bei den Bürgern hohes Vertrauen, wie auch die Kirche und die übrigen Beiratsmitglieder.”

Der Beirat wurde gleich zu Beginn der Planungen gegründet. Er versammele “alle relevanten Gruppen, von der Kirche bis zu den Nachbarn”, sagt Eichholz. “Natürlich bleiben auch welche fern, zum Teil andere große Moschee-Gemeinden, aber auch kleinere Gruppen, christlich und muslimisch, die nicht so sehr in das Gemeindeleben integriert sind.” In Marxloh sind neben der Ditib noch die Milli Görüs und kleine, überwiegend afghanische Vereine aktiv. Auch Pfarrer Raunig sieht im Vorgehen der muslimischen Gemeinde mit der Gründung des Beirats einen der Hauptgründe für die hohe Akzeptanz der Moschee: “Das hat man in Marxloh anders gemacht als anderswo.” Doch man lernt mittlerweile von den Duisburger Erfahrungen: In Köln hat die Ditib kürzlich einen Beirat nach Duisburger Beispiel vorgestellt.

Im nächsten Frühjahr wird sich zeigen, ob die hohen Erwartungen erfüllt werden: Dann nämlich soll die Moschee in Duisburg-Marxloh eröffnet werden.
(Dieser Text erschien erstmalig am 22.09.2007 in der Berliner Zeitung)

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Duisblogs

10. August 2007 - 2:13 (051) Uhr

d-brain hat die Idee mit den [tag]Duisburg[/tag]er [tag]Blogs[/tag] weiter verfolgt und hat jetzt eine umfangreiche [tag]Liste[/tag] von [tag]Duisblogs[/tag] auf eine eigene Seite gestellt. Ich hab die direkt mal alle bei mir in eine eigene Kategorie gestellt - das Ergebnis kann man rechts bewundern. Und wenn mir jemand sagt, wie das geht, stell ich sogar ne OPML-Datei davon bereit. Und weil er so klasse, ist, stellt Prospero sogar ne OPML-Datei davon bereit.

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Duisburg ohne Brumisateur

3. Juli 2007 - 1:16 (011) Uhr

Nach der Landung in Hamburg steckte ich den Brumisateur erstmalig ein. Nu is Hamburg ja wieder der Brumisateur. Leider.

Hier regnet es auch andauernd. Nur zum Brumisateur fehlt Duisburg so einiges. Sowas zum Beispiel:



Fehlt Duisburg zum Brumisateur: Hamburg (Foto von guenterhb)

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Dunkle Wolken

16. Juni 2007 - 2:33 (064) Uhr

(Nur um die Geschichten-Funktion von [23](http://www.23hq.com) mal auszuprobieren)

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