Kategorie: Woanders


Reisekosten

9. November 2008 - 11:49 (992) Uhr

Ich liebe das Reisen ja. Und noch mehr liebe ich es, an fernen Orten zu leben - wie gerade jetzt hier in Winnipeg. Man lernt neue Leute, von denen die allermeisten absolut wunderbar sind. Man lernt neue Perspektiven und Sichtweisen, erweitert seinen Horizont und Spaß macht es auch noch.

Wie alles im Leben kommt das aber nicht umsonst. Oft ist es recht teuer, zu reisen und woanders unterzukommen - aber da gibt es durchaus Auswege, etwa Billigflieger oder Couchsurfing. Außerdem ist Geld nur zweitrangig, wenn überhaupt. Draußen in der Welt zu leben ist aber auch außerhalb des monetären kostspielig: Es gibt da nämlich noch die Menschen daheim. Wunderbare, wichtige Menschen. Und wenn man nicht ganz scharf aufpasst, dann verliert man die. Und manchmal verliert man die trotzdem.

Scheiße.

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Novillero mit Tomte in Hamburg, EssenBochum, etc.

6. Oktober 2008 - 6:21 (223) Uhr

Großartige Neuigkeiten, Freunde! Die wie erwähnt wundervollen Novillero touren zum ersten Mal in Europa! Und es wird noch großartiger: Sie touren genaugenommen durch Deutschland - spielen also genau vor deiner Haustür, womit ich jetzt besonders die Termine in Essen (Weststadthalle,Bochum (Zeche, 07. November) und Hamburg (Große Freiheit 36, 21. November) meine - aber da sind natürlich noch viel mehr.

Headliner werden jeweils Tomte sein, die ja schon allein ziemlich rocken - von Novillero live aber locker an die Wand gespielt werden. Insgesamt gilt da absoluter Anschaubefehl.

Überhaupt: Novillero in der Großen Freiheit - wie geil ist das denn?

Update: Das Konzert in Essen findet in Bochum statt, steht im Tomte-Myspace-Blog.

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Gesichter, Augen und Wonderbra-Ohren

14. Juli 2008 - 1:36 (525) Uhr

Das neue Gesicht von Spiegel online. Wie sagte noch Kim Basinger zu Homer: “Homer, ich habe auch Augen” - “Ich habe mich anders entschieden”. Wie der SpOn-Eines Tages-Bildergalerien-Bestücker hinter diesem Stück über die Geschichte des Wonderbra.

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Die Birmanische Junta

11. Mai 2008 - 5:11 (674) Uhr

Die Birmanische Junta möge sich bitte schnellstmöglich selbst ficken, da hat René schon recht. Alternativ stünden bestimmt auch einige unsympathische Irre mit Lötkolben bereit, das zu übernehmen - aus Marcellus Wallace’ Ensemble etwa.

Doch auch ganz realistisch betrachtet ist es durchaus an der Zeit, dass jemand dieses Regime fickt, um im Jargon zu bleiben. Frankreich oder die Vereinigten Staaten etwa. Das begründet sich vornehmlich aus der Perspektive der Human Security, der Menschlichen Sicherheit - einer Denkweise innerhalb der Internationalen Beziehungen, die das Verhindern menschlichen Leids höher bewertet als das sechzig Jahre alt Konzept des bedingungslosen Festhaltens an der Souveränität von Staaten. Human Security ist - nicht nur meines Erachtens - das zeitgemäßere Konzept, das der gewandelten Natur von Kriegen und Konflikten nach dem zweiten Weltkrieg Rechnung trägt. Es liegt beispielsweise den UN-Interventionen seit den neunziger Jahren zugrunde, ist also auch international recht weit anerkannt. Aufbauend auf diesem Konzept hat die International Convention on Intervention and State Sovereignty (ICISS) einen Report verfasst, der begründet, warum und wann militärische Interventionen vom Völkerrecht gedeckt sind. Unter dem Titel “Responsibility to Protect” (”Die Verantwortung zu beschützen”, online als HTML und PDF) wird da als ausschlaggebendes Kriterium der “just cause”, der gerechte Grund oder, etwas weniger holprig: die gerechte Sache, genannt und wie folgt definiert:

4.19 In the Commission’s view, military intervention for human protection purposes is justified in two broad sets of circumstances, namely in order to halt or avert: * large scale loss of life, actual or apprehended, with genocidal intent or not, which is the product either of deliberate state action, or state neglect or inability to act, or a failed state situation; or[...]

Übersetzt heißt das:

Nach Ansicht der Kommission sind militärische Interventionen in zwei groben Fällen gerechtfertigt. Namentlich um folgendes zu beenden oder zu verhindern: * Der Verlust von menschlichem Leben in erheblichem Umfang, tatsächlich oder erwartet, mit völkermörderischer Absicht oder nicht, der das Ergebnis vorsätzlichen Staatshandelns ist, oder der Verweigerung oder Unfähigkeit zu handeln, oder des Vorhandenseins einer failed state-Situation, oder [...]

Gehen wir Schritt für Schritt vor:

  • Ob es nun 20.000, 30.000 oder 100.000 Opfer sind, der “erhebliche Umfang” ist gewährleistet.
  • Die Menschen sind tatsächlich schon umgekommen. Aber auch das “erwartet” findet hier statt: Verweigert die Junta weiterhin internationale Hilfe, werden noch viel mehr Menschen sterben.
  • Sowohl das vorsätzliches Handeln (die erwähnte Verweigerung von internationaler Hilfe oder die Beschlagnahme von Hilfsgütern) als auch die Verweigerung zu handeln (das weitgehende Ausbleiben von staatlichen Hilfsmaßnahmen) und die Unfähigkeit (das Ausbleiben von Warnungen, die offensichtliche Überforderung der Generäle) sind für das zahllose Sterben verantwortlich.

Die Grundlagen für den “just cause” sind also vorhanden - in einer Konzentration und Eindeutigkeit, wie sie bisher die Ausnahme gewesen sein dürfte. Selbstverständlich gibt es noch weitere Bedingungen, einen ganzen Katalog sogar, aber auch diese sind erfüllt. So bedarf es etwa der realistischen Aussicht, die Situation zu verbessern. Der von den USA angedrohte/vorgeschlagene Abwurf von Hilfsgüter auch ohne entsprechende Genehmigung würde sehr wahrscheinlich die Situation abmildern. Auch ist damit ein verhältnismäßiges Mittel gegeben. Man sieht also deutlich: Eine Intervention wäre gerechtfertigt. Eine Intervention ist damit notwendig. Es ist liegt in der Verantwortung der Welt, der UN, die Menschen in Birma zu beschützen. Und zwar jetzt sofort, ob China und Südafrika damit einverstanden sind oder nicht.

In einem früheren Aufsatz habe ich den Report der ICISS bereits einmal zusammengefasst und bewertet. Mein Schluss damals lautete:

Still, given the atrocities this dangerous world poses to some of its inhabitants these days, one might argue: It is better to intervene once to often than to let genocide happen anywhere. Trotzdem, in Anbetracht der der Grausamkeiten die diese gefährliche Welt heutzutage für ihre Bewohner beinhaltet, könnte man argumentieren: Es ist besser einmal zu oft zu intervenieren, als Völkermord irgendwo geschehen zu lassen.

Das sehe ich immer noch so - mit Ausnahme eines kleinen Details: Es ist im Zweifel auch besser, einmal zu oft zu intervenieren, als zuzulassen, dass irgendwelche gierigen Generäle hunderttausende ihrer unterdrückten Opfer einfach so krepieren lassen.

Update: Der Spiegelfechter kommt zu einem ganz ähnlichen Schluss wie ich - bleibt nur einen Schritt zurück und fordert nach internationaler Diplomatie.

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‘namcat has flashbacks

5. November 2007 - 12:38 (527) Uhr

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p style=”font-size: smaller”>Namcat has flashbacks Bild: ©I Can Has Cheezburger

Lolcats amüsieren mich, nunja, seit es sie gibt. Obwohl ich nicht mal Katzen mag - aber bei Cats with Captions kommt der Geek in mir durch. Noch mehr als die Katzenbilder amüsieren mich aber die politisch korrekt besorgten Kommentare unter obigem Bild. Klicken!

Edit: Warum funktionieren eigentlich mit dem erweiterten Editor keine automatischen Zeilenumbrüche?

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Rasierte Glatze, schwarzer Jogginganzug, Stiernacken

15. Juni 2007 - 1:38 (526) Uhr

Besser als Aleks kann man diese Gestalten gar nicht beschreiben, denen ich in Lettland noch zur Genüge begegnet bin.

Nur dass sie aussterben, das find ich dann doch irgendwie schade. Man gewöhnt sich an sie, vor allem an die spizen Schuhe. Die sind nämlich lustig.

Und ich bin mir sicher: Zumindest in Latgale gibt es noch genügend Urlas.

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BILDschöner mit Titanic

23. Mai 2007 - 8:14 (801) Uhr

Tüv Hamburg warnt: Explosionsgefahr bei Penispumpen

Und ich frag mich, woher diese Ideen immer kommen. Und warum sie von dort den Weg zu mir nicht finden.

Dies ist übrigens ein Update zu BILDschön

[tags]BILD, Kai Diekmann, Titanic[/tags]

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BILDschön

22. Mai 2007 - 2:11 (549) Uhr

Es gibt Bilder, die sind so schön, dass es echt wehtut, dass der Spiegel-Verlag es manchmal ernst nimmt mit seinen Urheberrechten. Und auch Nachrichtenagenturen. Dieses zum Beispiel.

Und wenn man dann liest, eine R-Klasse sei kein Luxusauto, dann, ja dann wundert einen gar nichts mehr.

[tags]Bild, Spiegel, Kai Diekmann, Feuer, Politik, mehr davon[/tags]

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