Kategorie: Schäublismen


Ausdrucken, aufkleben, reisen

30. März 2008 - 4:44 (156) Uhr
Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble
Fingerabdruck Wolfgang Schäuble (vom ccc)

Mit diesem Bild tut ihr folgendes: Ihr druckt es in Fingerabruck-Größe mit einem Laserpointer auf transparenter Folie (Achtung! Darauf achten, dass die laserdruckergeeignet ist!) aus, macht eine hauchdünne Pattex-Schicht drauf und klebt euch die getrocknete Pattexschicht auf den rechten Zeigefinger. Dann könnt ihr beruhigt als Bundesschäuble in die USA einreisen und könnt euch bei der Einreise ganz auf die attraktive Borderpatrolistin konzentrieren. Lohnt sich, versprochen.

Näheres zum Fingerabdruck und der aktuellen Datenschleuder bekommt ihr beim CCC. (via)

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Unschlüssig

5. November 2007 - 1:33 (564) Uhr

Ich bin mir nicht sicher: Leben wir in einem miesen Überwacherstaat oder gilt die freiheitlich-demokratische Grundordnung doch noch etwas? Manches lässt mich an ihr zweifeln, wenn ich dagegen so etwas lese, beschleicht mich der Gedanke: Es kann doch nicht alles vergebens sein.

Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem: Die Demokratie in Deutschland lebt noch. Sie ist aber so bedroht, wie sie es in ihrer Existenz noch nie war - auch nicht zu Zeiten der Spiegel-Affäre, der Notstandsgesetze oder des Deutschen Herbstes. Im Unterschied zu damals gibt es heutzutage einen unbesiegbaren Feind, das Phänomen des Terrorismus statt benennbarer Gegner, gegen die Freiheit hierzulande zum Preis ihrer Selbstaufgabe verteidigt werden soll. Noch haben diejenigen, die Sicherheit über Freiheit stellen und so letztlich beides aufgeben, allerdings nicht gewonnen. Noch gibt es ein Verfassungsgerecht, das unabhängig entscheidet. Noch gibt es eine weitgehend freie Presse, noch kann ich hier meine Meinung aufschreiben - auch wenn beides in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten ist.
Noch ist also der Kampf nicht verloren. Darum schreibe ich hier ins Internichts, darum investiere ich meine Zeit in ein Projekt wie die Piratenpartei - mit ungewissem Ausgang. Ich kann nicht anders: Stillhalten ist nicht drin, dafür machen mich Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Terroristenhatz und Co zu wütend und betroffen. Dazu bedeuten mir die demokratischen Errungenschaften, die die ersten zwanzig Artikel des Grundgesetzes bedeuten, zuviel. Sie sind alles, was wir haben.

Und darum werde ich morgen auch um 17:30 vor den Schadow-Arkaden in der Düsseldorfer Schadowstraße sein, wenn es noch einmal heißt “Freiheit statt Angst“. Denn morgen ist die letzte Chance, die Vorratsdatenspeicherung noch zu stoppen. Am 09.11. kommt sie in letzter Lesung in den Bundestag.Die dritte Lesung im Bundestag, ursprünglich für diesen Freitag angesetzt, wurde wegen der Proteste schon verschoben. Jetzt heißt es: Nicht nachlassen! Nicht nur in Düsseldorf, auch anderswo erledigt das AK Vorratsdatenspeicherung Wolfis Job und verteidigt die Verfassung. Macht mit!

Update: Abstimmungs-Verschiebung und Link zur Süddeutschen eingefügt.

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Rassistencops in der Lüneburger Heide

29. Oktober 2007 - 11:31 (980) Uhr

Und nicht nur die Ordnungshüter, auch die manche Dörfler sind ziemlich eindeutig unangenehme Rassisten:
Da fährt ein Pärchen, nennen wir sie der Einfachheit halber Omar und Kathrin, in die Flitterwochen. Die Lüneburger Heide haben sie sich ausgesucht, ist schließlich schön und ruhig da. Und weil die Hochzeitsfeier etwas länger dauert, kommen die beiden erst abends in ihrem Ferienhaus an. Ohne Auto, denn die Dinger sind teuer und für ein frischvermähltes Paar oft entsprechend schwer zu finanzieren (ich kann mir meinen Piratenwagen auch nicht leisten, das ist aber eine längere Geschichte). Das war wohl genug für irgendjemanden in diesem Dorf, bei der Polizei anzurufen und vor potentiellen Terroristen zu warnen: Zwei orientalisch aussehende Menschen! Musel! Die müssen Dreck am Stecken haben!

Und was macht unsere Polizei? Das:

Omar rief unterdessen “Einen Augenblick, bitte” in Richtung Tür und schaute durch den Vorhang der vor der Glastür hing. “Polizei, bitte aufmachen” rief es von draußen. Omar schloss die Tür auf und öffnete die Tür, als die Polizei auch schon in das Haus stürmte. Omar hielt einen Arm vor die Tür mit der Bitte “Einen Augenblick, meine Frau zieht sich grade an”. Ein großer Polizist in schusssicherer Kleidung drückte seinen Arm weg und ein älterer grauhaariger Herr (der befehlsführende Beamte) hielt Omar seine Dienstmarke vor das Gesicht. Der große und zwei andere Beamte preschten in der Zeit voran in das Haus. Der ältere Herr kam mit Omar in den Wohnraum. In der Zeit hatte ich es noch geschafft, mich anzuziehen und ging auf den Beamten zu und streckte ihm meine Hand zur Begrüßung entgegen, was aber nicht erwidert wurde. Omar und ich mussten uns dann hinsetzen aufs Sofa, während das Haus durchsucht wurde. Mindestens zwei Beamte gingen nach oben in die Schlafzimmer und kamen nach einer halben Minute wieder nach unten. Ein Beamter schaute sich die Walsroder Tageszeitung an, die auf einem Tisch lag. Wir hatten sie am selben Tag in einem nahegelegenen Dorf gekauft. Wir können uns beide nicht erinnern, dass das Badezimmer durchsucht wurde.

Mich grausts. Das ist es, wovor ich Angst habe. Das ist es, was ich mit Sicherheitswahn meine. Das ist es, was mich zu meinem Engagement für die [http://www.piratenpartei.de](Piratenpartei) bewegt hat. Miese Rassisten, Staatsgewaltträger außer Rand und Band, Grundrechte als Fußabtreter. Ich bin sauer, ziemlich sogar. Omar und Kathrin haben daraufhin ihre Flitterwochen abgebrochen. Und eine Entschuldigung, gar eine pekuniäre, wie maloXP sie sich wünscht, wird es nicht geben. Nicht hier. Hierzulande werden solche Leute belohnt.

Abgezogen sind die acht Bull…ähm Einsatzkräfte übrigens mit folgendem Spruch:

“Leider haben wir tatsächlich ein Paar in ihren Flitterwochen gestört”

Die beiden haben die Geschichte übrigens selbst aufgeschrieben:
Omar
Kathrin

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Hoffentlich kann er lesen: Ein Grundgesetz für Schäuble

15. Juli 2007 - 9:49 (867) Uhr
Ein Grundgesetz für Schäuble
Ein [tag]Grundgesetz[/tag] für [tag]Schäuble[/tag] (Bild von Jens Scholz)

Plötzlich scheinen mich alle zu lieben. Jedenfalls linken mich alle, ich kann mich kaum noch davor retten. Es geht bei all den Links um eine Aktion, auf die ich bei Jens Scholz gestoßen bin -und wo ich mich auch gleich mit eingereiht habe.

Fleißige Titelzeilenleser werden es ahnen: Bei der Aktion geht es darum, dem Herrn Innenminister unserer schönen Republik eine Ausgabe des Grundgesetzes zuzuschicken. Ein Buch, das er als Jurist zwar eigentlich kennen müsste - aber er ist halt auch nur ein Mensch. Und wer sich ständig so bedroht fühlt und auf jedem Computer Terrorpläne vermutet, der hat keine Zeit mehr, sich des Inhalts irgendwelcher Schwarten zu erinnern.

Ich sage: Helfen wir ihm auf die Sprünge! Bis zu drei Exemplare des Grundgesetzes kann man auf der Seite des Bundestages kostenlos zuschicken lassen. Ich hab sie mir so eingeteilt: Eines behalte ich, weil man immer eins parat haben sollte. Eines schicke ich dem Herrn Schäuble (Adresse am Ende) - nur für das Dritte ist mir noch nichts eingefallen. Man könnte es aufbewahren, um meinen Enkelkindern irgendwann mal zu zeigen, wie demokratisch die Welt doch mal war. Oder es vernichten, damit die Russen es nicht bekommen. Oder es an irgendwen sonst weitergeben, der keines hat. Da findet sich schon was.

Die Adresse von Herrn Schäuble:
Bundesministerium des Innern
z.Hd. Hr. W. Schäuble
Alt-Moabit 101
10559 Berlin

(dank an)

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Gefährder

9. Juli 2007 - 3:27 (602) Uhr
Gefährder - Wofgang Schäuble
Gefährder (Bildquelle)

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Die Unfreundlichkeit und der Herr Schäuble

1. Juli 2007 - 1:58 (040) Uhr

Ich werde [tag]unfreundlich[/tag], wenn mir [tag]Verfassungsbruch[/tag] vorgeworfen wird

Wolfgang [tag]Schäuble[/tag] (Quelle)

Ich werd unfreundlich, wenn [tag]Innenminister[/tag] [tag]Verfassung[/tag]sbruch begehen. Ich bin gerade unfreundlich.
(mit Dank an)

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Entstellter Rachsüchtiger

12. Juni 2007 - 9:29 (853) Uhr

Was hätte ich gelacht, wenns nicht so ernst wär.

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Klarstellung zur Gewaltdebatte

2. Juni 2007 - 10:17 (887) Uhr

Weil ich gerade das Wort “Gewaltdebatte” las, lasst mich eines klarstellen:

Ich bin Befürworter des Gewaltmonopols, ist es doch nach Weber Kern aller Staatlichkeit. Und Staatlichkeit, ganz besonders Rechtsstaatlichkeit, ist nun einmal ein hervoragendes Prinzip. Nur steht im Grundgesetz: “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.”. Das scheinen viele vergessen zu haben.

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