Kategorie: Neues von daheim


"Das muss ich überprüfen!"

12. November 2006 - 10:44 (947) Uhr

Dieses Wochenende beim Freiwilligendienstresozialisierungsseminar in Götting: “Das muss ich überprüfen. Ich kenn jemanden aus der Nähe von Hamburg.” Das Gespräch ging um Dialektausdrücke. “Aus Schwarzenbek, wenn dir das was sagt.” Nachdem ich meine Kinnlade wieder vom Boden aufgehoben hatte, bestätigte ich, dass mir das etwas sage. Dass ich daher komme. “Nee, echt? Ist ja krass! Kennst du einen M.?”

 

Kenn ich, waren in einer Klasse und lange gute Freunde. Und jetzt kenn ich sogar seine Mitbewohnerin. Sage noch einmal jemand was von “große, weite Welt”. Das Ding ist klein und ausgesprochen überschaubar.

 

 

PS: Käsemauken ist Ruhrpottsprache, also gar nicht norddeutsch. Wie hat sich das in meinen Sprachschatz eingeschlichen?

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Überlebt: Turin

10. Juli 2006 - 2:48 (575) Uhr

Dieses Blog heißt this city will kill me und bisher hab ich auch gedacht, dass sich diese Vorhersage bewahrheiten würde. Besonders, als ich die Domain registriert habe. Da waren nämlich noch alle da. Und jetzt bekomm ich so langsam zweifel daran. Ich bin nämlich selbst bald nicht mehr da. Freitag, 11:40 Uhr, geht mein Flieger gen Heimat - und ich lebe noch. Aber vor allem war ich mir sicher, dass Riga die Stadt sein würde, in der Unkraut letztlich doch vergeht. Und jetzt war Turin so verdammt dicht dran. Turin, die italienische Industriestadt und nicht Riga, die kleine, baltische Metropole, die niemals schläft und auf ihre liebenswürdige Art ganz groß ist.

In Turin habe ich nämlich einen schweren Fehler begangen. Ich habe mir das WM-Halbfinale Italien-Deutschland angeschaut. Vor der Großleinwand im Zentrum, allein unter 20.000 Italienern. Naja, nicht ganz allein, Rita hat auch Elefantentränen für Deutschland vergossen. Trotzdem bleibt da zwischen uns und dem Rest noch der durchaus beträchtliche Faktor zehntausend. Und der besagt vor allem eines: Das war eine ganz, ganz schlechte Idee. Fahre niemals ins Land deines Fußballgegners, um dir dort das Spiel anzuschauen. Vor allem nicht, wenn deine Mannschaft zufällig auch noch die Deutsche ist, die Weltmeisterschaft auch dort stattfindet und der Fußballgegner Italien heißt und aufgrund eines kleinen Ligaskandälchens gerade versucht, mit der Nationalmannschaft das gebrochene Fußballego wieder aufzurichten. Das trägt nämlich alles nicht zu einer freundlichen Atmosphäre bei. Da fliegen dann Flaschen gen Leinwand - und zwar nicht nur bei Übertragungsstörungen - und gereckte Mittelfinger zur deutschen Elf. Da hallen Sprechchöre, die ich trotz meiner beschränkten Italienischkenntnisse ansatzweise verstehe. Sprechchöre, die nicht für das italienische Team jubeln, das fast nie (Allessandr Del Pieros Ballkontakte bildeten hier eine rühmliche Ausnahme), aber dafür umso ausführlicher auf das gegnerische Team schimpfen. Da wird man von den Austausch-Teamleadern beinahe schon grob umquartiert weil die ja italienisch können und deshalb verstehen, was hinter uns gesprochen wurde. Und das war offensichtlich nicht unbedingt wohlwollend. Und das schlimmste: Da steht man 120 Minuten fast schweigend da, flüstert nur untereinander und unterdrückt jede Emotionsäußerung. Kein Jubeln, kein Schreien, kein Springen, nur Stille inmitten von italienischen Flaggen und Schlachtgebrüll. Das tut physisch weh, das zerrüttet - so pathetisch das auch klingen mag. Dagegen treten die vier verlorenen Wetten in den Hintergrund, da singt man fast gern die italienische Nationalhymne vor versammelter Mannschaft, wenn man das nur nie wieder mitmachen muss. Die blanke Verzweiflung am Ende, als das völlig unnötige 2:0 jedliche Hoffnung auf ein typisch dummes, deutsches Wunder vernichtet. Als man inmitten von unvorstellbarem, befreiten Jubel, bespritzt von Sektduschen immer noch nicht fassen kann. Als zwar die Anspannung, die permanente Fluchtbereitschaft abfällt, eigentlich befreiend, aber nicht, wenn an ihre Stelle nur Unglauben tritt.

Nach dem Spiel war ich jedenfalls küger, verdammt geladen, wütend -nicht auf Italiener oder Deutsche, einfach nur so, ziellos, frustriert- und bemüht, ein guter Verlierer zu sein. Hab natürlich geflucht, geschimpft, gebrüllt, was der deutsche Wortschatz so hingibt, aber gleichzeitig versucht, mich mit den Italienern zu freuen. Sie haben es sich ja auch verdient, haben besser gespielt und überhaupt, wenn zuhause alles vor die Hunde geht, soll man denen den Triumph außerhalb doch gönnen. Ist mir aber nicht wirklich gelungen. Und die “Germania merda!”- und “Il Tedescholi e bastardo!”-Rufe waren da auch nicht wirklich förderlich.

Obwohl diese zwei Stunden für mich immer die Erinnerungen an diesen Austausch prägen werden, war das natürlich nicht alles. Da waren noch jede Menge Pasta, gutes italienisches Eis, interessante Leute und sogar ein wenig Arbeit mit durchaus interessanten Ergebnissen. Aber im Ernst: Das verblasst jetzt schon.

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Gulp

16. Juni 2006 - 12:33 (481) Uhr

Heute ist der 16.

Am 14. gehts nach Hause. Drückt mir die Daumen, dass das nächste Kapitel dann “Berlin” heißt. Bamberg, Mannheim, Duisburg oder Marburg klingen nämlich nicht so nach den Killerstädten.

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Und darum…

31. Mai 2006 - 4:19 (638) Uhr

…liebe ich Hamburg. Denn welche andere Stadt ist gleichzeitig so schön und so ein Drecksloch?

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Touched by his noodly appendages

2. Mai 2006 - 3:41 (611) Uhr

Der endgültige Beweis:


FSM-Spotting above Hamburg
Video verschickt von zimmerpflanze

Oder hat schon irgendwer die Götzen gesehen, den diese ungläubigen Christen, Muslime, Juden, Hinduisten, Shintoisten etc.pp. anbeten?

Genau!

Drum: Willkommen in der Welt des Pastafarianismus!

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M&M: Monty greift sich die MOPO

27. Januar 2006 - 5:51 (744) Uhr

Was ist mit der deutschen Blogosphäre los? Da sickert durch, dass “Heuschrecke” David Montgomery sich nach dem Berliner Verlag jetzt auch noch die Hamburger MOPO unter den Nagel reißen will und bei Technorati findet man mit dem Suchwort “Mopo” nur einen Treffer. Selbst die renommierten Medienblogs schweigen noch ganz vornehm dazu (sofern sie denn in letzter Zeit überhaupt ein Update erfahren haben) und die Meldung bei SpOn wurde von Hannes’ Ableben an den Rand gedrängt.

Mich jedenfalls lässt das nicht so kalt (Heuschrecke! Heuschrecke! Heuschrecke!) und darum muss ich doch glatt mal selbst zitieren.

Aus einer Email, die ich heute an mein geliebtes Schwesterherz schickte, die das nunmehr zweifelhafte Glück hat, bei eben jener MOPO zu arbeiten:

Darf man sich da jetzt auf eine neue Runde im ewigen Hamburg-Berliner Duell freuen? Nach den Kapiteln “Von wo aus wird zukuenftig Unterschichtenmusik verkauft?” und “Wo ist das Unterschichtentransportmittel kuenftig daheim?” jetzt “Wessen Zeitung kaempft verzweifelter gegen die Heuschreckenplage?”. Die BZ hat gut vorgelegt - jetzt ist es an euch, den Preussen und dem Angelsachsen mal zu zeigen, was eine hanseatische Harke ist!

Selbstgespräch, aber wat mutt, dat mutt: Ich hoffe, man darf (sich freuen).

Wissenswertes von Nah und Fern - Montgomery greift nach ( Mopo )

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Geilbek

16. Januar 2006 - 1:39 (568) Uhr

Sogar auf Bildblog gibts gute Links: Den zum Nerv-Magazin zum Beispiel. Satire so beinahe aus der Heimat, herzerwärmend.

Satire für Insider - nerv Magazin - Never mind the Abmahngebühr

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37,98€

4. Januar 2006 - 3:36 (650) Uhr

Soviel und nicht mehr kostet ein easyJet-Flug von Riga nach Berlin und zurück. Inklusive Gebühren. Woher ich das so genau weiß? Erstens kanns jeder auf deren Webseite und zweitens habe ich grad einen Heimattrip von 05.03.-20.03. gebucht.

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