Vom Reisen

Ich habe euch vernachlässigt: Ich war gerade in Montréal und habe das hier nicht einmal angekündigt, geschweige denn euch bislang Bericht erstattet. Mittlerweile solltet ihr euch daran aber gewöhnt haben - nicht jede Reise wird hier ähnlich gut abgedeckt wie jene nach Paris, genau genommen keine außer jener.

Ich glaube, ich verstehe langsam woran das liegt: In Paris war ich allein. Und das ist die beste Art zu reisen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Meine Begleitung in Montréal, J., war wundervoll. Eine so unkomplizierte Reisebegleitung ist eine ganz große Ausnahme, die Offenheit und Flexilität sind noch größere Auszeichnungen und ganz besonders unschätzbar ist die Zähigkeit, sich über mehrere Tage hinweg ohne Wimpernzucken meiner manchmal viel weniger unkomplizierten Art auszusetzen.

Aber darum geht es nicht. Es geht um die Vorzüge des Alleinreisens. Unabhängigkeit ist da das große Wort. So wertvoll gute Gesellschaft unterwegs auch ist, allein ist es einfacher, sich einfach mal eine halbe Stunde oder eine ganze hinzusetzen und das Notizbuch zu füllen. Oder einfach mal nichts zu tun und sich an den Polizisten zu erfreuen, die auf der Seine auf und ab jagen.

Allein klappt es auch besser, einfach so in den Lo Pub (oder wie die Lokalität am Ort gerade heißt) und sich dazuzusetzen und Freunde zu finden. Wie gesagt: Unabhängigkeit ist das Stichwort. Zu zweit - oder gar zu dritt - ist man eine Gruppe, der gegenüber man Verantwortlichkeiten hat. Manchmal lernt man mehr ohne so ein Sicherheitsnetz.

Und trotzdem hat es sich gelohnt. Seht selbst:

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Kategorie: Ich sach mal, Winnipeg, Woanders | Tags: , , ,


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