Winterwetter

Die Kanadier beharren darauf, dass dieser Winter ganz besonders mild ist. Wenig Schnee (so 20-30cm) und lauschige Temperaturen (so um die -20°C) sind wohl für Dezember eher unüblich. Ich seh das verständlicherweise etwas anders: Schnee ist grundsätzlich großartig, den bekommt man daheim schließlich nicht so oft. Und im Pott noch viel seltener. Und vor allem nicht solchen Schnee: Federleichten, hauchfeinen Pulverschnee - gäbe es hier nennenswerte Erhebungen, wäre Winnipeg das Paradies aller Skiparadiese.

Und, mal ganz ehrlich: Minus zwanzig Grad sind schweinskalt. Das ist die Temperatur, bei der die Nasenhaare anfangen zusammenzufrieren. Noch nicht sofort, erst nach ein paar Atemzügen - aber es passiert. Das ist nicht so unangenehm, wie es sich anhört, auch nicht schmerzhaft oder irgendwas. Ehrlich gesagt war ich sogar froh, als ich das am Montag morgen zum ersten mal spürte - schließlich gab es auch das für mich schon lange nicht mehr. Seit jenem unanständig kalten Wintertag in Rezekne, Lettland, um genau zu sein. Jetzt sitze ich hier in der Welt kältester Großstadt und warte darauf, dass mir Rezekne im Rückblick gar nicht mehr so unanständig erscheint.

Aber die Kälte hat auch etwas Gutes: Tolle, klare Luft. Und der Schnee sorgt für Licht. Ein schöner, früher Morgen sieht dann so aus:

Winterlicher Sonnenaufgang in Winnipeg

Winterlicher Sonnenaufgang in Winnipeg

(Bild gehostet bei 23)

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