Mein Winnipeg

Filmexperten kennen Guy Maddin. Ich nicht. Ich hatte nur das große Glück, gestern seinen jüngsten Film im Kino sehen zu können: My Winnipeg. Ein Film so absurd und witzig, dass ich aus dem Lachen - oder besser: dem profanen Lachen weit überlegenen Schmunzeln - nicht herauskam. Eine Liebeserklärung voller Abscheu an diese schlafwandelnde Stadt an den Forks unter den Forks, die jeder verlassen will und die doch niemanden gehen lässt. Wundervoll. Und so lehrreich! Nichts wusste ich über gestapelte Schwimmbäder und Flussmündungen, Schlafwandler, Magnetisten, Seancen, 90-jährige Eishockeyspieler und hermaphroditische Straßen. Laut taz lief der Film auch auf der Berlinale - dort gibt es übrigens auch eine tiefergehende Rezension. Von Leuten, die Guy Maddin kennen.

Für mich viel bedeutender: Ich bin gerade dabei, mich in diese Stadt zu verlieben. Nicht die Art ungestümer, von Aufbruchsgeilheit und Lust am Risiko geprägter Liebe, wie jene zu Riga. Eher nachhaltiger. Westlicher. Kanadischer.

Trailer nach dem Sprung!

 
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Eine Reaktion zu “Mein Winnipeg”

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