Von “nen” und anderen Aufregern

Ähnlich dumm wie ein falsches “nen”: Die eigene Hand anzünden. Nur geht man mir damit weniger auf die Nerven. (Bild, Lizenz)
“nen” ist die Kurzform von “einen”. Wer es anders verwendet, will mich entweder ärgern oder ist strunzhohl bis zur Schmerzgrenze - und darüber hinaus. Und beides regt mich auf. Wenn ich Sätze lese wie “Das ist nen Job, der..”, “das war nen Pro-Kaffee-Argument” oder “Das ist mir nen bisschen zu süß”, dann kann ich nicht anders, als mich so richtig über solche Leute aufzuregen. Fremdschämen ist davon nur ein Teil. Auch der Mangel ausan Respekt vor unserer geschundenen Sprache macht mir zu schaffen. Und vor allem, dass solche Leute offenbar echt nicht über die intellektuelle Kapazität verfügen, erfolgreich Stuhlgang zu haben. Sie verdreifachen nämlich die Zahl der Buchstaben, die sie beim gewaltverkürzen tippen müssen. Richtig gewaltverkürzt wäre nämlich in allen Fällen “n”. Und so blöd, beim Kürzen durch Dummheit nicht nur viel mehr zu schreiben (das D-R-E-I-F-A-C-H-E) als nötig, sondern genausoviel wie es richtig geschrieben wäre (ein = drei -3- Buchstaben, nen = drei -3-3 Buchstaben), das muss man erst einmal hinbekommen.
Edit: Habe einen Link mit einer möglichen Privatsphärenverletzung entfernt.
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Kategorie: Ich sach mal | Tags: Aufreger, Rant


am 31. Mai 2007 um 09:39 Uhr | #
Tja, dann solltest du wohl ab jetzt den Kontakt zu mir abbrechen, wenn dich das so sehr belastet.
Schade eigentlich.
am 31. Mai 2007 um 09:51 Uhr | #
Übrigens heißt es “Auch der Mangel AN Respekt vor unserer geschundenen Sprache macht mir zu schaffen.”

am 31. Mai 2007 um 13:15 Uhr | #
Meinst du nicht, dass es da eine Lösung gibt, bei der es um nichts als eine saudämliche Angewohnheit schade ist?
am 31. Mai 2007 um 13:21 Uhr | #
Hm.
Ich würd mal sagen, das hängt von deiner allgemeinen Wortwahl ab… gewisse Angewohnheiten wird man halt nicht so schnell los, weil sie einfach unterbewusst und daher unbemerkt passieren.
am 31. Mai 2007 um 16:47 Uhr | #
Stimmt, von Wortwahl hängt es wohl ab.
Dafür, dass gewisse Angewohnheiten so schwer auszurotten sind, entstehen sie aber ganz schön schnell.