Archiv für 22. Mai 2007


Assimiliert!

22. Mai 2007 - 10:40 (902) Uhr

Das kapitalistische Ausbeutersystem hat mich heute assimiliert und zu einem seiner Lohnsklaven gemacht. Widerstand war zwecklos - das Angebot war zu verlockend. Und Spaß machen wird das Ganze sicher auch noch.

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Schwarz, groß, regelmäßig: Socken

22. Mai 2007 - 4:46 (657) Uhr

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Ich habs ja angekündigt: Ich schreibe jetzt auch über Socken. Müsli und Wecker reichen mir nicht mehr, ich mach jetzt umfassendes Haushaltsproduktebloggen. Und das sogar bezahlt, auch wenn andere mehr bekommen: 38,22 Euro zahlt trigami resp. Blacksocks mir dafür, dass ich über die Socken letzterer Firma schreibe. Und ein Gratis-Paar Socken. Wobei das genaugenommen noch nicht einmal stimmt, denn in der Auftragsbeschreibung steht:

BLACKSOCKS ist ein Dienstleistungsunternehmen und verkauft keine Socken, sondern löst ein Problem.

Was auch stimmen mag, schließlich waren die Socken vorher bei mir ausgesprochen knapp. Aber ein einzelnes Pärchen schwarzer Wadensocken hat daran auch nicht wirklich viel geändert. Die Dienstleistung, die angesprochen ist, bezieht sich auf das Abosystem, in dem hier Socken verkauft werden: Für 69,90 Euro bekommt man zum Beispiel dreimal drei Paar schwarzer Wadensocken - verteilt über ein ganzes Jahr. Womit wir auch gleich sehen, warum ich nicht wirklich über die Dienstleistung schreiben kann: Nicht nur ist der Testzeitraum zu kurz, nein: 70 Euro für neun Paar Socken kommen mir auch recht teuer vor.

Grauer Socken-Karton
Grauer Sockenkarton-Innereien
Schwarze Socken Fuß
Aus der Post kommt ein grauer Karton, in dem wiederum eine Aromaschutzfolie ist, die einem schwarzen Socken-Paar Unterschlupf gewährt, worin zu guter Letzt meine Füße stecken.

Also beschränke ich mich auf die Socken (dazu gibt es hier übrigens noch eine Bilderstrecke, sobald mein Kartenleser wieder auftauchtWiedergefunden. Die Bildstrecke steht ein paar Zentimeter weiter links.). Und die sind schwarz, steckten in einem grauen Karton und das tollste überhaupt: Sie passen! Wer mich kennt, dem sind auch schon einmal meine Füße aufgefallen. Und wem die mal aufgefallen sind, der hat eine ungefähre Ahnung davon, dass der Einkauf von Fußbekleidung für mich nicht ganz unkompliziert ist. Meine Schuhgröße fängt nämlich mit einer fünf an und hört mit einer null auf.

Die Grundqualifikationen erfüllen sie also, diese Blacksocks. Doch ich wär nicht ich, wenn ich sie nicht auf Herz und Nieren getestet hätte. Also hab ich Schritt für Schritt die Packung geöffnet, die mir bei meinen Tests von großem Nutzen war. Im Karton waren die Socken nämlich noch einmal verpackt - in luftdichter Plastikfolie. Die tat mir den Gefallen, die Ausdünstungen der Socken zu beurteilen - Ausdünsten während der langen Reise aus der Schweiz ging ja nicht. Leider, muss ich sagen - denn so sehr ich auch den Erkenntnisgewinn daraus begrüße, so unangenehm ist mir doch der Geruch von Krankenhaus, Reinigungsmitteln und noch so ein paar Sachen, die ich nicht wirklich beschreiben kann.

Naja, man ist ja hart im Nehmen, also habe ich sie dann trotzdem irgendwann (gut ausgelüftet, versteht sich) angezogen und weder fiel mir die Haut vom Leib, noch erlebte ich sonst eine Form von Kollaps. Und sollte ich irgendwann doch an schleichender Sockenvergiftung erkranken, so kann man die Giftstoffe bestimmt nicht vom Rest an Mördersubstanzen in der Pottluft unterscheiden. Dafür wirkten sie gut gegen den anderen, mindestens ebenso unangenehmen Geruch: Den der Käsebakterien am Fuß nämlich. Was mich sehr freute, schließlich war der Testtag lang und die Zeit, in der meine Füßlein die frische Luft genießen konnten, hatte daran eher wenig Anteil. Und: Die Socken waren danach noch ganz. Keine Löcher, keine blasenmachenden Falten - nichts. Sehr gut. Auch die Testwäsche haben sie prima überstanden und den zweiten Testtag dann auch noch. Wäre nur dieser Geruch nicht gewesen, wäre ich vollauf zufrieden. Dann wären es Premiumsocken, zwar außerhalb meiner studentischen Finanzreichweite, aber da gehören sie schließlich hin. An die Füße von BWL’ern, die Sockenabos erfinden und daraus Unternehmen bauen, bei McKinsey arbeiten oder gleich Weltbankchef werden.

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BILDschön

22. Mai 2007 - 2:11 (549) Uhr

Es gibt Bilder, die sind so schön, dass es echt wehtut, dass der Spiegel-Verlag es manchmal ernst nimmt mit seinen Urheberrechten. Und auch Nachrichtenagenturen. Dieses zum Beispiel.

Und wenn man dann liest, eine R-Klasse sei kein Luxusauto, dann, ja dann wundert einen gar nichts mehr.

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