Archiv für Februar 2007


Irgendwelche BWLer in der Nähe?

27. Februar 2007 - 10:50 (951) Uhr

Ich hab ja keine Ahnung von diesem Wirtschaftsgedöns. Könnte mir daher mal jemand, der welche hat, erklären, ob das hier bedeutet, dass der Crash da ist? Da steht auch noch was dazu.

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Cicero-Durchsuchung rechtswidrig

27. Februar 2007 - 2:35 (607) Uhr

Wo ich schon mal beim Thema Cicero bin: Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass die Durchsuchung dort unrechtmäßig war. Bei Medienrauschen gibts mehr dazu.

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Fall Kurnaz: Ethikverständnis bei Cicero

27. Februar 2007 - 1:11 (049) Uhr
Cicero
Cicero: Stein statt Papier.

Mein Schwesterherz hat mir ein ganz tolles Geschenk gemacht: Ein Cicero-Abo. Cicero ist das konservativ angehauchte “Magazin für politische Kultur”, an dem sich seinerzeit die ganze Fäulnis in Machtgefüge und Funktionsträgern dieser Republik offenbarte, als man Redaktionsräume und die Privatwohnung eines Journalisten durchsuchte. Nicht etwa weil Cicero bzw. der Redakteur etwas ausgefressen hätten, sondern weil man beim BKA nicht instande war dichtzuhalten. Insgesamt also doppelt spannend: Das Heft verspricht nicht nur interessante Themen, sondern auch Training für meine grauen Zellen. Schließlich will die konservative Denke entlarvt werden!
Ich habe allerdings nicht damit gerechnet, dass es mir so leicht gemacht wird wie in der Kolumne von Frank A. Meyer. Herr Meyer schreibt da unter dem Titel “Ethik? Ethik!” davon, wie die Geschichte um den in Deutschland geborenen Murat Kurnaz und seine verpasste Befreiung aus dem Lager in Guantanamo Bay ethisch doch eigentlich ganz einwandfrei sei. Doch schon hier wird er auffällig: Kurnaz wird nur als Türke eingeführt. Das kommt der Wahrheit in etwa so nahe wie meine Verkürzung auf seinen deutschen Geburtsort weiter oben. Sowas ist leicht zu durchschauen, zu leicht meines Erachtens. Aber das haben Bild-Methoden nun einmal so an sich.
Bildlich bleibt es dann auch, wenn Meyer die “Hetzjagd” der Presse auf Steinmeier wortreich beschreibt:

So wird in Deutschland Jagd auf Politiker gemach. Nicht immer gibt es Beute. Aber unermüdlich ist die Journaille auf der Pirsch. In den vergangen Monaten wurden der Reihe nach gejagt: Ulla Schmidt (erfolglos), Edmund Stoiber (erfolgreich), jetzt Frank-Walter Steinmeier. Entgeht er dem Blattschuss?

Vielleicht nicht einmal falsch. Aber es passt durchaus ins Bild, wenn man sich sein zentrales Argument anschaut:

Die Kampagne gegen den Außenminister operiert mit dem Begriff der Doppelzüngigkeit: Die rot-grüne Regierung habe einerseits den Irakkrieg abgelehnt, andererseits den Türken Kurnaz bei den Amerikanern nicht für sich reklamiert.

Abgesehen davon, dass er hier pauschal eine Kampagne unterstellt und dem Leser wieder den Türken um die Ohren haut, ist das auch schlichtweg falsch. Der Vorwurf der Doppelzüngigkeit und des Zynismus hängt nicht mit der Ablehnung des Irakkrieges zusammen - was auch größter Schwachsinn wäre. Denn schließlich wurde Camp X-Ray schon weit vor dem Irakkrieg gegründet, schließlich wurde ein großer Teil der Gefangenen während des Krieges gegen die Taliban in Afghanistan gemacht, an dem Deutschland sich beteiligte. Und vor allem wurde Kurnaz auch in Pakistan verhaftet und gegen ein Kopfgeld an das US-Militär in Afghanistan ausgeliefert. Das war im November 2001. Hier einen Zusammenhang mit dem Irakkrieg zu ziehen, wäre in der Tat dumm.

Daher begründet sich der Vorwurf von Doppelzüngigkeit und Zynismus auch auf die Ablehnung des Gefangenlagers in Guantanamo Bay:

Heuchlerischer kann Politik nicht sein. Denn derweil verkündete der Grüne Joschka Fischer eine »menschenrechtsorientierte Außenpolitik« und versprach den Eltern von Murat Kurnaz, sich mit aller Kraft für ihren Sohn einzusetzen. Der Sozialdemokrat Otto Schily kritisierte – als einer der Ersten in der rot-grünen Ministerriege – öffentlich und harsch die Zustände in Guantánamo. Und auch Frank-Walter Steinmeier, August Hanning und Ernst Uhrlau duldeten in ihren Äußerungen keinen Zweifel, dass sie auf der Seite des Rechtsstaats und der Menschenrechte ständen.

(Aus der Zeit von 2007-01-25)

Meyer unterstellt den Medien falsche Motive. Und zwar ziemlich durchsichtig. Damit macht er seine gesamte Argumentation zunichte: Der titelgebende Unterschied zwischen Gesinnungs- und Verantwortungslogik ist plötzlich nicht mehr auszumachen, die gesamte Kolumne ein gewaltiger Schwall inhaltsleeres Bla.

Schade. Ich hatte mir größere Aufgaben erhofft.

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Darum mag ich Wikipedia

26. Februar 2007 - 5:30 (229) Uhr

Der Oscar-Artikel ist seit 04:43 auf dem aktuellen Stand.

Bei Spiegel und Netzeitung ist dagegen wohl schon keiner mehr wach. Versager.

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Kein Oscarliveblogging

26. Februar 2007 - 2:05 (087) Uhr

Steven Gätjen - Oscarverleihung
Steven Gätjen: Ganz vorn dabei
Könnte ich bequem gleichzeitig an der Tastatur sitzen und tippenfernsehen, würde ich die Oscarverleihung auf ProSieben livebloggen.

Kann ich aber nicht, darum muss eines genügen: Steven Gätjen verleiht dem Wort “Fremdschämen” fast Gottschalk’sche Ausmaße. Peinliche Sprüche gibts zuhauf, nur grabschen tut er noch nicht.

Update: Malte von Spreeblick hatte es wohl bequemer. Jedenfalls wurde da livegebloggt. Ich merke mir: Demnächst selbermachen.

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Die Seele von St. Pauli

26. Februar 2007 - 1:48 (075) Uhr

Was sonst?

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Gute Ideen amerikanischer Unternehmer

24. Februar 2007 - 7:16 (803) Uhr

Clocky - der Wecker, der wegrennt
Clocky, Der Wecker, der wegrennt (Bild)
Man kann auch aus verquasten Ideen gute Wecker machen. Viel besser als Philips macht das beispielsweisweise nanda:
Nanda baut und verkauft nämlich einen Wecker, der wirklich weckt. Und zwar so, dass man wach wird. Clocky, so heißt das gute Stück, läuft nämlich weg, wenn man den Schlummermodus anmacht. Und quäkt dann von ganz woanders. Nichts mehr mit Umdrehen, gemütlich weiterschlafen und dem Wecker ab und zu eine verpassen - hier ist Einsatz gefordert. Genau das Richtige, um früh morgens wach zu werden.

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Alternativ genutzte Klausurzeit

15. Februar 2007 - 4:29 (687) Uhr

Neun Uhr morgens Ortszeit in Duisburg-Hamborn. In der Rhein-Ruhr-Halle schreiben ein paar hundert Studenten eine Klausur über die Methoden der empirischen Sozialforschung. Einer davon: Ich. Aber nur kurz. Denn der werte Hirninhalte, der die leeren Aufgabenblätter füllen sollte, macht sich plötzlich rar. Bis zur Halbzeit sitze ich da und wringe die letzten Wissenstropfen aus meinen Synapsen, bevor ich aufgebe. Sehr ärgerlich, jetzt muss ich mich schon mal auf den Nachschreibetermin vorbereiten.

Aber die Zeit, die die anderen auf unbequemen Klappstühlen verbracht haben, ist nicht verloren. Vielmehr habe ich sie genutzt und einen Ausflug in den nahen Landschaftspark Duisburg-Nord gemacht. Zwei Dinge habe ich gelernt: Hüttenwerke sind imposante Stahlgerippe und die Kamera an meinem Telefon ist doch nicht so toll.

Trotzdem habe ich den Ausblick genossen und das Ganze auch noch großzügig für euch dokumentiert. Kleine Bilder mit Groß- und dann auch Weiter-Klick-Funktion erfreuen euch hier, alle Optionen gibts im dazugehörigen zooomr-Set.
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