27. Januar 2007 - 7:05 (795) Uhr
Fünfhunderttausend Einwohner, elf Millionen im Einzugsgebiet und man muss fünf Supermärkte absuchen, um eine einfache Packung Blätterteig zu finden.
Wochen- und Samstags unbeschränkte Ladenöffnungszeiten, Stadtzentrum und man muss sich trotzdem beeilen, um noch Ladenschluss um sechs Uhr was zu bekommen.
Ich mag Duisburg trotzdem. Irgendwie.
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26. Januar 2007 - 12:56 (039) Uhr
Eine Fliege heißt Magnatune und ist ein toller Online-Musikladen. Warum toll? Weil ich mir da ganz simple MP3s toller Musik zu Preisen runterladen kann, die ich selbst bestimme. Weil ich die Musik, die ich da gefunden habe, auch in meinem Podcast benutzen und an drei Freunde weitergeben darf, ja sogar soll. Und weil die Künstler die Hälfte vom Geld abbekommen. Voll Zukunft, quasi.
Die zweite Fliege folgt sogleich: Podcasten wollte ich ja ohnehin mal. Jetzt fange ich an, hier aufzurüsten. Zum Test dürft ihr euch schon mal “Favorite Tease” von Very Large Array anhören, natürlich von Magnatune:
[audio:06-Favorite tease-Very Large Array-vbr.mp3]
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21. Januar 2007 - 6:58 (790) Uhr

Teuer: Eine Milliarde Euro für lose verlegte Balken.Ist es eigentlich normal, dass beim Bau milliardenteurer Gebäude tonnenschwere Fassadenteile lose verlegt werden oder muss man dazu den Menschen vom Bauamt sehr oft und teuer zum Essen einladen?
Und muss man sich dann noch wundern, das sowas beim erstbesten Windstoß runterfällt?
Vor allem aber: Wollte ich nicht mit der Wetterbloggerei aufhören?
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4 Kommentare » | Ich sach mal, Rest der Welt
21. Januar 2007 - 6:09 (756) Uhr
Damals, 2004, hab ich mich mal bei der Henri-Nannen-Schule beworben. Journalist wollte ich werden und ein guter dazu. Vielleicht will ich das sogar immer noch, muss mich da mal eingehender befragen. Jedenfalls gehören zu so einer Bewerbung ein Kommentar, eine Reportage, der unvermeidliche Lebenslauf und eben auch ein Motivationsschreiben. Irgendwo hat mein werter Vater letzteres wieder ausgegraben und mir zugeschickt.
Ich war platt: Normalerweise sind mir Dinge, die ich geschrieben habe, nach kurzer Zeit unerträglich. Das geht mir schon mit älteren Blogeinträgen so - mit einem Text von 2004 sollte es mir also mindestens ebenso gehen, wenn nicht schlimmer. Aber:
Journalismus verpasste mir das Trauma meiner Kindheit:
Jedes Jahr kam er wieder, dieser rauschebärtige Geschenkebringer, der Weihnachtsmann. Sein Geheimnis war
es, das ich lüften wollte. Er sollte mein erster Interviewpartner werden, wurde aber die erste herbe Enttäuschung: Der Mann mit dem großen Sack auf dem Rücken war mein Vater.
Ich mag das auch heute noch. Grund genug, ein wenig stolz auf mich zu sein.
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21. Januar 2007 - 3:28 (145) Uhr

I’m Homer, who are you? by NoHomers.net
Ich muss dazu anmerken: Die Erhebung war in höchstem Maße verzerrt dadurch, dass ich den jeweiligen Antworten den entsprechenden Charakter zuordnen konnte. Und ich wollte nicht als Comicbuchverkäufer oder Ralph Wiggum (Mmmh… Leim!) enden. Insgesamt also von nicht allzu hoher Beweiskraft.
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20. Januar 2007 - 8:16 (844) Uhr
Früh aufstehen ist ja eine Qual. Und ich bin da gemartert: So um und bei zwölf muss ich zumeist in der Uni sein, manchmal auch etwas später. Und wehe, ich fahr nicht mindestens eine Dreiviertelstunde vorher los: Dann bleibt mir nur der Bus, der die gesamte Unter- und Mittelstufe des Mädchengymnasiums nach Hause fährt. Die Hölle: Der Bus ist rammelvoll pubertierender 14-jähriger Mädchen. Da wird mehr getratscht und intrigiert als in Wildbad Kreuth während eines ganz normalen CSU-Parteitages, da gibt es mehr Hohlbratzen, die laut mit dem Handy Musik hören, als Besoffene beim Karneval. Da ist überhaupt alles ganz furchtbar.
Jetzt nicht mehr: Ab jetzt kommen Stöpsel in die Ohren. Ich habe eine Zwei-Gigabyte-Speicherkarte bestellt. Jetzt wird massiv Musik gehört. Gute, durch die Stöpsel. Und die Welt kann mich mal.
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20. Januar 2007 - 12:54 (038) Uhr
Hrant Dink ist tot. Erschossen vor seinem Büro in Istanbul. Hrant Dink war der Mann, der auch hierzulande zu einiger Bekanntheit gelangt ist, weil er -selbst halb Türke, halb Armenier- immer wieder an einen de unrühmlichsten Momente türkischer Geschichte erinnerte: Den Völkermord an den Armeniern. Das brachte ihm viele Feinde und sogar eine Verurteilung wegen “Beleidigung des Türkentums” ein.
Das Titel-Zitat ist übrigens das Statement des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zu diesem Mord.Recht hat er.
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20. Januar 2007 - 12:10 (007) Uhr
Jetzt ist hier Schulz mit dem Wetterbloggen, jetzt gehts ans eingemachte! Andere Leute sind im Stress, weil niemand mit ihnen zu einem Juli-Gig oder einem Sasha-Konzert geht, finden aber wen für Tokio Hotel. Da sieht man mal, wie unfair das Leben ist: Übermorgen spielt gegenüber im Hundertmeister Dendemann. Und keiner will hin. Lernen, pleite, anderer Musikgeschmack - die Ausreden sind so unkreativ wie zahlreich. Aber allein auf ein Konzert gehen macht auch keinen Spaß.
Und jetzt reibts einem der MC Winkel auch noch ganz dreist unter die Nase:
Gestern Nacht Gottesdienst im Luna-Club:
(Hier Dendemann-Konzert-Filmchen aus Kiel vorstellen)
Der Derbste unserer Zeit.
Na danke.
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