Statusnotiz
16. Juni 2006 - 1:07 (505) UhrEben auf neueste Wordpress-Version aktualisiert.
Funktioniert alles, oder?
Vom Etagenklo zum Whirlpool - und zurück
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Funktioniert alles, oder?
Heute ist der 16.
Am 14. gehts nach Hause. Drückt mir die Daumen, dass das nächste Kapitel dann “Berlin” heißt. Bamberg, Mannheim, Duisburg oder Marburg klingen nämlich nicht so nach den Killerstädten.
Diesen Eintrag wollte ich eigentlich gestern schon schreiben, aber ihr kennt das mit der Faulheit ja…
Also, vorgestern, Fußballspiel Deutschland Polen und das bereits erwähnte Ergebnis. Tolles Spiel und eine nette Atmosphäre in DeLacys Irish Pub, zumal mir da noch das Klodieschen mit einem Freund über den Weg gelaufen ist und ich auch noch zwei nette deutsche Touristen kennengelernt habe. Aber so ist halt Riga: Hier geht immer was, hier trifft man immer wen.
Viel überraschender war dann das Ende. Zu guter letzt gingen wir (und der Rest der Bande, der uns auf der Straße zugelaufen ist) dann natürlich noch in die french bar, wo es allerdings drückend heiß war. Außerdem war ich müde und fand -Achtung, Sensation!- keinen rechten Geschmack am Bier. Da ich die Strecke nach Jurmala schon immer mal per Taxi zurücklegen wollte, hob ich mir also den Zwanziger ab, den ich als Fahrpreis erwartete und machte mich auf zum Taxistand.
An der Stelle muss ich kurz das Klischee des Taxifahrers in Lettland einstreuen, dass sich leider erschreckend häufig bestätigt. Der Durchschnittsdroschkenfahrer hier ist in seinen fünfzigern, georgischer Abstammung und sprich so vielleicht russisch, aber kaum lettisch. Von englisch ganz zu schweigen. Dann muss man mit ihm hart um den Preis ringen und sollte ja nicht den Fehler machen, nach Taxameter zu bezahlen. Dann bekommt man nämlich eine ausführliche Stadtrundfahrt geboten.
Soviel dazu. Der Mensch, der mich im ersten Taxi erwartete, war jedoch von einem anderen Kaliber: Statt der 20Lat, die ich normalerweise als erste Preisauskunft nach Jurmala bekomme, sagte er nur 12. Und überhaupt: Er hatte das Durchschnittsalter höchstens zur Hälfte erreicht, war also unter dreißig, und sprach lettisch. Nicht nur das: Als er meine Mühen mit der lettischen Sprache bemerkte, wechselte er in ein fließendes Englisch. Quasi eine Premiere: Vorher hatte noch kein Taxifahrer hier auch nur für den Ansatz einer Konversation getaugt, dieser hier aber erzählte dann von seiner Zeit in New York.
Da ist es nicht weiter erwähnenswert, dass mir das ein entsprechendes Trinkgeld wert war.