Archiv für 14. Juni 2006


Blogball

14. Juni 2006 - 7:05 (753) Uhr

Viele neue Links in der Blogroll, schaut mal durch.

Handygeschichte gibts morgen, jetzt: Fußball.

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Faules Luder

14. Juni 2006 - 4:31 (646) Uhr

Ist fast ein Monat, ich bin müde und ein faules Stück. Ergo mache ich es kurz.
War also vor ein, nein zwei… oder drei Wochen? Naja, vor einer halben Ewigkeit jedenfalls auf diesem Seminar über Minderheiten, Mehrheiten, Toleranz und diesen ganzen Weltfrieden-Wir haben uns alle lieb und We are all human beings-Kram. Das ging zehn Tage und war wirklich interessant. Die Gruppe bestand aus Behinderten und Nichtbehinderten Teilnehmern aus Belgien, Bulgarien, Lettland, Polen und Slowenien und wir haben uns eigentlich alle super verstanden. Sehr zu Giulias Nachteil. Denn die hatte sich nicht nur mit dem Alkoholverbot nicht durchsetzen können, auch um ihre eindringliche Bitte „No international babies!“ scherte sich zumindest die Slowenische Gruppe recht wenig, die es eher aufs Trophäensammeln in den anderen Gruppen abgesehen hatten.

Halt! Das ist unfair! Einer von denen, Martin, Typ Mathematikstudent, meinte es ernst. Mit jeder, jeden Abend wieder. So ernst, dass er nach der Abreise eines Mädels, dass er gerade eine halbe Stunde vorher auf sein Zimmer mitschnacken konnte, für Stunden bitterlich geweint hat.

Die Details zu dem Stress, den Giulia wegen mangelnder Vorbereitung der meisten Teilnehmer (Bulgarien war die rühmliche Ausnahme) und Sonderwünschen (meist) der polnischen Gruppe hatte, mag ich jetzt nicht erzählen. Das würde den Rahmen sprechen. Nur eines: Gegen Ende war ihr einziger Wunsch eine Kalaschnikow. Durchgeladen, versteht sich.

Weswegen ich dann auch irgendwie ganz froh war, als ich zur Begrüßung die Nachricht bekam, dass mein Projekt abgelehnt worden sei. Wegen formaler Fehler, ganz wie erwartet.

Die letzte Woche war dann nochmal so interessant. Da war nämlich Tobi hier. Und mit Tobi geht immer was. Vor allem in Riga. Da holt man den Jungen morgens vom Flughafen ab und tut sich schon um elf in der Bahnhofskneipe das erste Bier rein. Da kann man mal wieder Sprüche raushauen, ohne dafür schief angeguckt zu werden. Im Gegenteil: Da wird noch einer draufgesetzt! Wunderbar, so kann man echt viel Spaß haben. Im Übrigen konnte ich mich mal wieder als Fremdenführer betätigen. Diesmal gings nämlich auch aus Riga raus, nach Sigulda. Dort gibt es nämlich den Nationalpark „Flusstal Gauja“. Wunderschön, mittlerweile touristisch auch gut erschlossen und mit Attraktionen wie Bungeespringen aus der Seilbahn und einem Fliegende-Menschen-Ventilator-Dingens versehen. Nun gut, erstere war geschlossen und die zweite war dann noch mal 10km raus aus dem Ort. Aber die größte Attraktion ist immer geöffnet und bei Sonnenschein (hatten wir in Massen) unfassbar: Die Landschaft. Also haben wir uns mit einem anderen Freiwilligen, Tomasz, getroffen und am Flussufer ein paar Bier geleert.

Ich würd euch davon jetzt auch Bilder zeigen. Aber die sind auf meinem nigelnagelneuen Über-500-Euro-SonyEricsson-Angeberprollhandy. Mit dem jetzt irgendein unterbelichteter Flach*****er durch Riga läuft. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende und wird hier gleich noch ausführlicher erzählt. Da kommt schon fast TKKG-Feeling auf…

Naja, wie dem auch sei: Mit Ausnahme der letzten drei Zeilen hab ich diesen Beitrag wundenleckend am Sonntag verfasst. Wir, also die Freiwilligen, waren nämlich am Strand und haben Fußball gespielt. Unsere ganz private WM sozusagen. Es waren sogar genug Länder vertreten – und Spaß gemacht hats auch mindestens soviel.

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