Authorität
9. Mai 2006 - 5:26 (685) UhrWirkt es sich eigentlich negativ auf meine Authorität aus, wenn ich hier am Lehrerpult vor Schülern sitze und ständig anfange, wie blöd zu lachen?
Das Outlog ist nämlich so lustig…
Vom Etagenklo zum Whirlpool - und zurück
Wirkt es sich eigentlich negativ auf meine Authorität aus, wenn ich hier am Lehrerpult vor Schülern sitze und ständig anfange, wie blöd zu lachen?
Das Outlog ist nämlich so lustig…
Lange nicht mehr über Lettland und mein Leben geschrieben. Lange nicht mehr wirklich etwas geschrieben, immer nur kurze Beiträge. Lange heißt: Ziemlich genau seit meinem Deutschland-Urlaub.
Dabei hätte es so viel Bloggenswertes gegeben. Den Deutschlandurlaub zum Beispiel, oder die Party in Barbele und die Geschichte, warum manche Menschen lieber in der Sauna schlafen. Oder ganz nebenbei darüber, dass ich umgezogen bin, jetzt auch woanders arbeite und mittlerweile mein Projekt fertig bekommen habe. Oder dass ich endlich mein Mid-Term-Seminar hatte und was ein Mid-Term-Seminar überhaupt ist. Möglicherweise auch, dass der Verteidigungsminister ganz anders aussieht als erwartet. Natürlich hätte ich den Besuch von der Familie auch erwähnen müssen. Und dann waren da noch lauter kleine Geschichten und Geschichtchen, die unbedingt hier rein gemusst hätten.
Aber nichts da! All diese spannenden, lustigen und lehrreichen Geschichten habe ich euch vorenthalten. Jawohl, so einer bin ich: Ein ganz schlimmer Finger. Einer, den eine seltsame Frühjahrsmüdigkeit übermannt hat, die ihn zwar weiter (oder noch mehr als sonst) rauchen, saufen und feiern lässt, aber der Kreativität halt den Stöpsel zieht.
Wie auch immer: Dem hat heute mein Frustrationspegel ein Ende gesetzt: Der Frustometer kratzt den Putz von der Decke und ich steh kurz vorm Platzen. Mir wird nämlich langsam die saubere Wäsche knapp (tolles Thema für eine öffentliche Webseite, ich weiß. Hallo, Herr Personalchef, der sie gerade meinen Namen bei Google eingetippt haben: Hier gibt es nichts weiter über mich zu lesen. Surfen Sie bitte weiter!). Normalerweise ist das gar kein Problem, in meinem Wohnheim gibt es ja eine Waschmaschine. Die wollte ich Freitag auch schon benutzen. Aber nichts da! Renovierungsarbeiten, kein Wasser, keine saubere Wäsche! Vorsichtig optimistisch bin ich heute nochmal hingedackelt, immerhin wird da nur der Nebenraum renoviert; vielleicht ist das Wasser ja wieder an. Wer hätte etwas anderes erwartet: Ist es nicht.
Aber Carsten ist nicht ganz doof und hat sich längst einen Plan B zurechtgelegt. Es gibt da noch diese Wäscherei in Riga-Purvciems, wo ich ganz zu Anfang auch mal gewohnt habe – meine Rettung! Ich hetze also von der Arbeit (unerledigt) zur Bushaltestelle setzstell mich hier in Jurmala in den Mikrobus gen Riga. Nach einer halben Stunde als einer unter viel zu vielen, beladen mit einem 70l-Trekkingrucksack, darf ich dann aussteigen. Um in einen Trolleybus einzusteigen, von dessen 170 Plätzen 195 (geschätzt) belegt sind. Die letzte Etappe zuckel ich, gefahren von einem Geisteskranken mit Hang zu unkontrollierten Zuckungen des rechten Fußes, eine weitere halbe Stunde lang gen Purvciems. Dort angekommen sprinte ich die letzten 700 Meter zur Wäscherei und bekomme zu hören, dass die um acht schlössen und deshalb ab sechs nichts mehr annähmen. Es war 18:07.