14. Dezember 2005 - 5:04 (711) Uhr
Damit ist das Handy endgültig zum Peilsender geworden: Das EU-Parlament hat einer Richtlinie zugestimmt, die eine Speicherung sätlicher Verbindungsdaten von Telefon- und Internetverbindungen zwischen sechs und 24 Monaten erlaubt. Bei Mobiltelefonen darf auch der Ort, an dem das Gespräch begonnen hat, aufgezeichnet werden. Aber nein: Damit kann man keine Bewegungsprofile erstellen.
Da ist es nur beruhigend, dass die Telekom ihr Telefonzellennetz wieder ausbauen will - falls ich mal keine Lust habe, meine Verbindungsdaten samt meiner GPS-Koordinaten aufzeichnen zu lassen.
Die von den EU-Justizministern zur Terrorabwehr beschlossene Neuregelung wurde von 378 Abgeordneten gebilligt, 197 waren dagegen und 30 enthielten sich. Damit kann die Umsetzung der Richtlinie schon im kommenden Jahr beginnen. Sie ermöglicht die Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten für eine Dauer von mindestens sechs und höchstens 24 Monaten.
Hier in Lettland muss ich mich für einen Prepaid-Vertrag übrigens nirgendwo registrieren lassen. Die SIM-Karte gibts für zwei Lat an der Supermarktkasse, ganz ohne Fragen.
Verbindungsdaten: EU-Parlament billigt Speicherung - Netzwelt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
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1 Kommentar » | Neues von daheim, Woanders
14. Dezember 2005 - 4:51 (702) Uhr
Wie SpOn berichtet, haben deutsche Ermittlungsbeamte offenbar nicht nur Khaled al-Masri in Afghanistan verhört, sondern auch den “Bremer Taliban” Murat Kurnaz in Guantanamo.
Der Deutschtürke sei in dem US-Gefangenenlager auf Kuba von den Deutschen zu seinen Besuchen in pakistanischen Moscheen befragt worden, sagten die Anwälte des 23-Jährigen, Baher Azmy und Bernhard Docke, der Wochenzeitung “Die Zeit”. Das Bundesinnenministerium in Berlin und das Bundesamt für Verfassungsschutz wollten diese Aussagen nach Angaben des Blattes nicht kommentieren.
Aber man hat im rechtsstaatlichen Deutschland ja eine weße Weste und kann auf die bitterbösen USA zeigen. Die haben ja Gefangenenlager und so, die Schlingel…
Dubiose Terror-Abwehr: Auch Guantanamo-Gefangener aus Bremen von Deutschen verhört? - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
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1 Kommentar » | Neues von daheim, Woanders
14. Dezember 2005 - 1:41 (570) Uhr
Es geht ein Rauschen durch den Bloggerwald (fünfer ins Phrasenschwein): Wärend der Sozioproktologe als Reaktion unter anderem auf die Hinrichtung Tookie Williams’ ein Plädoyer für die Todesstrafe hält, dem ich zwar nicht zustimmen kann (siehe dortiger Kommentar-Bereich), das aber lesbar und ohne Schaum vorm Mund geschrieben ist, finden wir in meinem Lieblingsblog BoingBoing eine interessante Reflektion der Exekution. Die übrigens mit dem, was BILDblog über die BILD-Berichterstattung zu sagen hat einhergeht.
How do you feel? the reporter asks me with tender feelings. What does that matter, I scream, it is not about feelings, it is about human rights.
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14. Dezember 2005 - 11:37 (484) Uhr
Genau da bin ich. Da und nirgendwo anders. Ich schlafe nämlich nicht mehr auf meiner seetanggefüllten Original-Gulag®-Matratze™, die hart, uneben, dreckig und eine Garantie fü einen Bandscheibenvorfall nicht nach dem 25. Lebensjahr ist, sondern wahlweise auf der Matratze meiner Mitbewohnerin Kristine -sofern sie die nicht braucht, versteht sich- oder auf einer bettähnlichen Konstruktion aus zwei Sesseln und einem Bett (Fotos gibts später, aber: Es funktioniert!).
Ihr habt mich seit meiner Ankunft hier noch nicht so glücklich und entspannt gesehen!
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