Und noch ein Absinthritual gelernt!
3. Oktober 2005 - 10:47 (407) UhrNeue Erfahrungen zu sammeln war für mich eine Motivation, die weite Reise nach Lettland anzutreten. Und siehe da, bereits nach knapp zwei Wochen stellen sich erste Erfolge ein!
Und zwar wie folgt: Ich war am Freitag wie angekuendigt mit ein paar Leuten , genaugenommen Britta (Mitfreiwillige) und Beate aus Deutschland, Georgos (ebenfalls Mitfreiwilliger) aus Griechenland und zwei lettischen Maedels, deren Namen ich leider nicht mehr entsinne, Party machen. Party machen geht wunderbar in Riga, die haben einige echt nette Bars hier. Und so kam es, wie es denn kommen musste: Wir wurden betrunken, sogar ziemlich betrunken. Zu allem Ueberfluss traf Georgos dann noch irgendwelche lettischen Freunde, die uns ueberzeugten, in eine franzoesische Bar zu gehen. An sich hab ich da ja nichts dagegen, aber erstens war die Musik da grauslig und zweitens gab es Absinth. Und zu Absinth sagt man nunmal nicht nein, das waere eine Suende. Naja, so kamen dann noch ein Absinth und einige Bier zu meinem Pegel hinzu, aber das ist ja nicht besonders erwaehnenswert, weil durchaus noch im Bereich des Normalen. Diesen Bereich verlaesst allerdings meiner Ansicht nach das dortige Absinthritual. Man bekommt ein Kognakglas mit dem Absinth, das auf einem Wasserglas mit einer Pfuetze Apfelsaft liegt. Nun entzuendet man den Absinth, dreht das Kognakglas, um es innerlich komplett zu benetzen und schuettet dann den Absinth in den Apfelsaft, den man darauf ext. Das leere Kognakglas findet dann umgedreht seinen Weg auf den Tisch (hurtig, hurtig!), wo dann mittels eines Strohhalms die Absinthdaempfe inhaliert werden.
Ihr seht schon: Wir hatten unseren Spass! Meiner ueberdauerte zumindest den midestens 45-minuetigen Heimweg zu Fuss, weil natuerlich schon laengst keine Trolleybusse etc. mehr fuhren, fand sein Ende dann allerdings am naechsten Morgen. Ich erwachte naemlich mit einem Kater von garfieldschen Ausmassen. Was mich sogleich auf den naechsten Punkt bringt: Lettisches Bier. Die Letten sind naemlich ueberzeugt davon, es sei das Beste der Welt. Und vielleicht haben sie sogar recht, denn die einheimischen Biersorten sind wirklich allesamt erstklassig. Indes nicht ohne ein grosses ABER: Unserer deutschen Vorstellung nach ist das naemlich gar kein Bier. Es enthaelt naemlich mehr als Wasser, Hopfen und Malz (jaja, und Hefe…). Die allermeisten Biersorten hier werden naemlich zusaetzlich noch gesuesst. So ist es natuerlich ein leichtes, wunderbaren Geschmack herzuzaubern. Den Preis, den man dafuer bezahlt, koennt ihr ein Stueck hoeher aber nachlesen…
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